Erfahrungen mit der Laserbearbeitung

Hier nun eine kurze Zusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen mit der Laserbearbeitung. Ich lasse meine Sachen bei der Firma Kirchert (www.kirchert.com) lasern.  Insofern sind meine Erfahrungen und die technischen Anforderungen mit dem jeweiligen Laserservice abzustimmen und unter Umständen anzupassen.
Schnitt oder Gravur
Mit dem Laser können Gravuren in unterschiedlicher Tiefe erstellt werden, dabei wird das Material entsprechend abgetragen bzw. abgebrannt. Beim Schneiden des Materials muss die Schnittstärke mit berechnet werden. Die Schnittstärke ist abhängig von der verwendeten Linse des Lasers. Sie beträgt bei der Firma Kirchert 0,07 mm bei der 1,5 Zoll Linse und 0,14 mm bei der 2 Zoll Linse.

Material

Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Sperrholz, Graupappe und Papier gemacht. Wobei auch bei diesen Materialien vorab immer ein Test zu machen ist, da es sehr stark von den verwendeten Klebstoffen bzw. Bindemitteln ankommt. Bei den Kunststoffen habe ich mit Ausnahme von Plexiglas nur schlechte Erfahrungen gemacht – auf der einen Seite können gefährliche Dämpfe entstehen und auf der anderen Seite neigen die Kunststoffe entlang der Schnittkante zum Schmelzen bzw. dazu, sich zu Verformen.

Erstellung der Vorlage

Als Vorlage wird ein Vektorformat wie AI (Adobe Illustrator), CDR (Corel Draw), DWG, DXF (Autocad), EPS (Encapsulated Postscript) oder SVG (Scalable Vector Graphic) benötigt. Ich verwende dazu das Programm Inkscape, das es kostenlos unter www.inkscape.org gibt. Mit der gewählten Farbe wird die Reihenfolge der Gravur und der Schnitte festgelegt. Zum Beispiel: Schwarz Gravur 0,2 mm Tief, Gelb Gravur 0,5 mm Tief, Rot Schneiden und grün Scheiden. Aber dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Schritt für Schritt zu den eigenen Teilen

Ich möchte hier keine Beschreibung zu der Software geben, dazu gibt es im Internet sicher viele  bessere Anleitungen, aber ich möchte aufzeigen wie einfach es ist, ein Gebäude zu konstruieren.
Schritt 1: die Vorlage
Wenn ich einen Originalplan des Gebäudes habe, scanne ich diesen und importiere den Plan in das Programm und skaliere ihn gleich auf die Modellgröße im richtigen Maßstab.
Schritt 2: Ein einfaches Rechteck
In diesem Fall wird es die Grundfläche für das Haus. Das Rechteck bekommt die Größe die wir benötigen und dann gebe ich noch einmal die Schnittstärke dazu. Damit der Laser den Schnitt richtig erkennt muss die Strichstärke einer genau definierten Stärke entsprechen. In Inkscape sind das 0,27 px und Corel Draw ist es eine Haarlinie. Die Line bekommt die Farbe Grün, beim Laser ist dann eingestellt, dass bei Grün geschnitten werden soll.
Schritt 3: Zusätzlich Gravieren

Neben unserer bereits bekannten Konturlinie kommen jetzt die Flächen in Schwarz dazu wo der Laser das Material in der entsprechen Stärke abtragen soll. Der Laser graviert zuerst alles in Schwarz und schneitet dann die Linien in Grün aus. Es können auch noch zusätzliche Flächen in einer anderen Farbe zum Beispiel in Gelb erstellet werden um in 2 verschiedenen Tiefen zu gravieren.

Schritt 4: Fenster ausschneiden
Damit der Laser nicht zuerst wie in diesem Beispiel die ganze Wand ausschneidet und der Teil dann verrutscht wenn die Fenster ausgeschnitten werden sollen, ist es wichtig sich die Reihenfolge der Schnitte genau zu überlegen. In unserem Beispiel werden zuerst die die Flächen in schwarz graviert, dann die Fenster in Rot ausgeschnitten und erst dann das ganze Teil in Grün ausgeschnitten.  Die Reihenfolge der Farben ist mit der jeweiligen Laserfirma abzustimmen.
Ich hoffe ich konnte den Interessierten die Scheu vom ersten Lasern nehmen, die Grundlagen sind einfach und bis auf ein wenig Verschnitt kann nichts passieren.

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